Anerkannte Zinssätze 2016

Im Februar 2016 hat die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV ihr alljährliches Rundschreiben betreffend steuerlich anerkannte Zinssätze 2016 für Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer Franken und in Fremdwährungen erneuert. Mit diesem Rundschreiben legt die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV gewisse Mindest- bzw. Maximalzinsen fest. Über- oder unterschreitet man diese, dann würde dies einer verdeckten Vorteilszuwendung gleichkommen.

Folgende Zinssätze gelten für das Jahr 2016 (Sätze für Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer Franken):

Vorschüsse von der Gesellschaft an Beteiligte/Nahestehende

Aus Eigenkapital finanziert = mindestens 0.25%
Aus Fremdkapital finanziert = Selbstkosten + 0.25% (über CHF 10 Mio.) / 0.5% (bis und mit CHF 10 Mio.)

Vorschüsse von Beteiligten/Nahestehenden an die Gesellschaft

Liegenschaftskredite = höchstens 1%-1.5% (bis zu 2/3 des Werts der Liegenschaft), Rest 1.75%-2.25%
Betriebskredite = 2.25%-3% (Betriebskredite bis CHF 1 Mio.), 0.75%-1% (Betriebskredite ab CHF 1 Mio.)

Der Nachweis von höheren bzw. tieferen Zinsen im Drittvergleich bleibt den Steuerpflichtigen vorbehalten. Gleichzeitig wurden auch die Zinsen für Vorschüsse und Darlehen in Fremdwährungen publiziert. Diese betragen 1% für EUR und 2.25% für USD. Die entsprechenden Rundschreiben können auf der Homepage der Eidgenössischen Steuerverwaltung eingesehen werden.

Die Gestaltung und Festsetzung der korrekten und zulässigen Zinssätze gestaltet sich oft schwierig. Um unangenehme Steuerfolgen und -fallen zu vermeiden, ist es wichtig, diese sorgfältig zu analysieren und festzusetzen. Ihre Treuhänder und Steuerberater bzw. Steuerexperten helfen Ihnen gerne, die steuerliche Situation im Zusammenhang mit den Zinssätzen zu analysieren und allfällige Massnahmen zu definieren.